visum I

davor

um ein visum für indien zu beantragen, braucht man viele viele sachen und informationen. man quält sich durch drei seiten formular. man muss wissen, ob die oma pakistani war oder ob man selber polizist oder in einer militärischen vereinigung ist. hab ich irgendwelche besonderen äußeren kennzeichen? wo wurde nochmal die mama geboren? bin ich graduate, post-graduate, higher secondary, illiterate, professioal, na being minor oder vllt doch matriculation? man kann bei geschlecht sogar transgender angeben! und letztendlich schickt man seinen fragebogen ab und druckt ihn aus.

dann stellt man fest, dass man anscheinend „married“ angekreuzt hat. nagut, jetzt bin ich verheiratet und von religion braver christ. dann kopiert man noch eben alle unterlagen, die einem nur ansatzweise wichtig erscheinen. pass, ausweis, praktikumszeug, nachweis, dass es die firma, zu der ich gehe, auch wirklich gibt, führerschein besser auch mal, passfotos lieber nochmal drucken und in die passende größe (5×5 cm bringen). und dann nur noch feststellen, dass der drucker einem streifen ins gesicht druckt. schon ist man gerüstet. am montag stelle ich mich dem amt.

erste impfung

davor

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Und wie das möglich ist. Ich dachte ja, man muss das gelassen angehen. Nicht zuviele Impfungen an einem Tag, damit sich der Körper erholen kann.

Falsch gedacht. Im Tropeninstitut pressen sies dir richtig rein. Vier Impfungen fanden heute ihren Platz unter meiner Haut. Nächste Woche geht’s weiter.

Die teuerste und vom Namen her schönste Impfung: die Japanische Enzephalitis. Großartig.

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